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Auf die Plätze, fertig… Preparadas, listas…

Gabriela Cabezón Cámara und Lucy Fricke. Foto: Natalia Laube

Die literarischen Erkundungen in Berlin haben nun endlich angefangen. Die Vorhut bildete das Team aus Gabriela Cabezón Cámara und Lucy Fricke bestehendes Team. Die Berliner Schriftstellerin führte ihre argentinische Kollegin an einige der emblematischen Punkte ihres Kiezes: Kreuzberg. Die gemeinsame Route startete am Maybachufer, führte durch den Görlitzerpark und beinhaltete eine Station in der Markthalle Neun – wo das Team Brot kaufte, Pizza aß und die schnelle Transformation dieses Marktes unter verschiedenen Sichtweisen diskutierte – eine von den Anwohner geliebte und verteidigte Institution, die in den letzten Jahren zur Pflichtstation von Hipster-Touristen geworden ist. Nach dem Mittagessen – und schon sichtlich vertraut – besichtigten sie das Gebäude des ehemaligen Bethanien-Klinik, den Moritzplatz mit seinen Prinzessinnengärten und das Kottbusser Tor, nicht ohne sich jedoch hinter den zerschlagenen Scheiben des Htoel Orania mit einem Ristretto gestärkt zu haben. Trotz des Jet lag (sieben Stunden Zeitunterschied zu Bogotá, wo sie am Vorabend losgeflogen war) zeigte Gabriela sich begeistert und interessiert an Kreuzberg und seinen kulturellen Häutungen, aber auch an seinen Vögeln und Bäumen, in der ganzen Pracht dieses Frühlings. Sie wollte von allem die Namen wissen, doch nicht immer konnten wir ihre Neugier befriedigen.

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Y finalmente comenzaron las exploraciones literarias por Berlín. El equipo de la vanguardia estuvo conformado por Gabriela Cabezón Cámara y Lucy Fricke, que guió a su par argentina por algunos de los puntos emblemáticos de su barrio, Kreuzberg. La gira comenzó en el Maybachufer, siguió por el Görlitzer Park e incluyó una parada en Markthalle Neun –donde el equipo compró pan, comió pizza e intercambió puntos de vista sobre la rápida transformación de este mercado, institución amada y defendida por los viejos vecinos de la zona que devino en parada obligatoria para turistas hipsters en los últimos años. Después del almuerzo, y ya entradas en confianza, las escritoras fueron a recorrer el viejo edificio Bethanien, Moritzplatz y su Prinzesinnengärten y el Kottbusser Tor, no sin antes recargar fuerzas con un ristretto entre los vidrios rotos del hotel Orania. A pesar del jetlag (hay siete horas de diferencia con Bogotá, desde donde había volado la noche anterior) Gabriela se mostró entusiasmada e interesada en Kreuzberg y sus cambios culturales, pero también por sus pájaros y sus árboles, esplendorosos en esta primavera. Preguntó los nombres de todos, no siempre supimos contestarle. 

Zwischenstand

Schöneberger Linse, im April 2019

Das Projekt wächst, wir erfahren willkommene Unterstützung. Natalia Laube greift uns bei der Website unter die Arme und bei der Bewerbung der Veranstaltungsreihe, sie liest außerdem Drucksachen Korrektur und übersetzt ins Spanische – eine vollwertige Assistentin, Sandra Feferbaum entwirft den Flyer und das Plakat, Lena Pflüger wird einen Teil der Veranstaltungen fotografisch dokumentieren, Valentina Uribe bespielt mit gezielten Guerillaaktionen die Socialmediakanäle – es geht darum, alle Interessierte an der Literaratur von Berlin und Buenos Aires und den nicht immer unproblematischen Transformationen beider Städte und den Auswirkungen auf die Literatur zu einem offenen Austausch einzuladen. Die Daten für die Spaziergänge der Schriftsteller*innen stehen mittlerweile fest. Und langsam konkretisiert sich auch der Gegenbesuch in Buenos Aires im Oktober …

Notre Dame in Flammen

Foto: Paul Rother

In vielen Kommentaren in den sozialen Medien ist zu hören. Notre Dame ist eine Ikone der westlichen Welt. Die Presse erinnert an die Baugeschichte. Die zweihundert Jahre, die es gebraucht hat, um die Kirche zu bauen. War es ein Baufeuer oder Brandstiftung. Man weiß es zu diesem Zeitpunkt nicht. Genau so wenig, wie groß die Schäden sind – kann die Kirche wiederaufgebaut werden. Welche Kunstwerke wurden gerettet? Reflexartig suchen viele ihr letztes Foto von Notre Dame heraus, um sich zu trösten, vereint in der Trauer um einen Ort, den alle Parisbesucher der Welt kennen. Niemand kann sich vorstellen, dass an diesem emblematischen Ort der französischen Hauptstadt etwas Neues entstehen könnte. Alle Zeichen stehen auf die Rekonstruktion des Gotteshauses.

Luftbrücke

Einem Pressebericht aus der argentinischens Tageszeitung Clarín ist zu entnehmen, dass der Haupstadtflughafen derzeit um ein riesiges, zeppelinförmiges neues Terminal erweitert wird, von dem bereits im September internationale Flüge starten könnten. Derweil häufen sich in Berlin die Anzeichen, dass sich Eröffnung des neuen Flughafens BER ein weiteres Mal verschieben könnte. Ob sich die Autor*innen des Projekts Topografien des Künftigen der prekären Luftbrücke zwischen beiden Städten textlich nähern werden? Statt eines Direktflugs vom Rio de la Plata an die Spree erhebt die seit vielen Jahren in Berlin lebende argentinische Schriftstellerin Esther Andradi eine radikale Forderung: Ein unterirdischer Tunnel muss her, um beide Städte in Sekundenschnelle zu verbinden.