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Zwischenstand

Schöneberger Linse, im April 2019

Das Projekt wächst, wir erfahren willkommene Unterstützung. Natalia Laube greift uns bei der Website unter die Arme und bei der Bewerbung der Veranstaltungsreihe, sie liest außerdem Drucksachen Korrektur und übersetzt ins Spanische – eine vollwertige Assistentin, Sandra Feferbaum entwirft den Flyer und das Plakat, Lena Pflüger wird einen Teil der Veranstaltungen fotografisch dokumentieren, Valentina Uribe bespielt mit gezielten Guerillaaktionen die Socialmediakanäle – es geht darum, alle Interessierte an der Literaratur von Berlin und Buenos Aires und den nicht immer unproblematischen Transformationen beider Städte und den Auswirkungen auf die Literatur zu einem offenen Austausch einzuladen. Die Daten für die Spaziergänge der Schriftsteller*innen stehen mittlerweile fest. Und langsam konkretisiert sich auch der Gegenbesuch in Buenos Aires im Oktober …

Notre Dame in Flammen

Foto: Paul Rother

In vielen Kommentaren in den sozialen Medien ist zu hören. Notre Dame ist eine Ikone der westlichen Welt. Die Presse erinnert an die Baugeschichte. Die zweihundert Jahre, die es gebraucht hat, um die Kirche zu bauen. War es ein Baufeuer oder Brandstiftung. Man weiß es zu diesem Zeitpunkt nicht. Genau so wenig, wie groß die Schäden sind – kann die Kirche wiederaufgebaut werden. Welche Kunstwerke wurden gerettet? Reflexartig suchen viele ihr letztes Foto von Notre Dame heraus, um sich zu trösten, vereint in der Trauer um einen Ort, den alle Parisbesucher der Welt kennen. Niemand kann sich vorstellen, dass an diesem emblematischen Ort der französischen Hauptstadt etwas Neues entstehen könnte. Alle Zeichen stehen auf die Rekonstruktion des Gotteshauses.

Luftbrücke

Einem Pressebericht aus der argentinischens Tageszeitung Clarín ist zu entnehmen, dass der Haupstadtflughafen derzeit um ein riesiges, zeppelinförmiges neues Terminal erweitert wird, von dem bereits im September internationale Flüge starten könnten. Derweil häufen sich in Berlin die Anzeichen, dass sich Eröffnung des neuen Flughafens BER ein weiteres Mal verschieben könnte. Ob sich die Autor*innen des Projekts Topografien des Künftigen der prekären Luftbrücke zwischen beiden Städten textlich nähern werden? Statt eines Direktflugs vom Rio de la Plata an die Spree erhebt die seit vielen Jahren in Berlin lebende argentinische Schriftstellerin Esther Andradi eine radikale Forderung: Ein unterirdischer Tunnel muss her, um beide Städte in Sekundenschnelle zu verbinden.